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November 2008

Mit Migräne oder Rückenschmerzen zum Zahnarzt?

Störungen im Mund können zu erheblichen gesundheitlichen Belastungen führen

Mit Migräne oder Rückenschmerzen zum Zahnarzt? „Das kann bei der oft schwierigen Suche nach der Ursache dieser Beschwerden helfen, denn nicht selten sind Zähne oder Zahnersatz der Auslöser“, erklärt sagt Dr. Wolfgang H. Koch, 2. Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für Ganzheitliche ZahnMedizin (GZM). Wie aktuelle Studien belegen, können Störungen an Zähnen und Kiefer zu erheblichen gesundheitlichen Belastungen im ganzen Körper führen.

Zahnfleischentzündungen stehen beispielsweise im Verdacht, bei Frühgeburten eine Rolle zu spielen. Auch Rheuma, Muskelbeschwerden und chronische Ermüdung zählen zu den Krankheitsbildern, mit denen sich ganzheitlich orientierte Zahnärzte auseinandersetzen. „Der Mensch ist ein Ganzes, sein Körper ist ein fein aufeinander abgestimmtes System. Wird dieses System an einer Stelle gestört, ist es möglich, dass ein Krankheitssymptom wie etwa Nacken- oder Rückenschmerz auftritt, dessen Ursache aber nicht im Bereich der Wirbelsäule zu suchen ist“, so Dr. Koch.

Schlecht sitzender Zahnersatz als Quelle für Beschwerden

Auch Zahnersatz, der nicht optimal eingepasst wurde, kann zu solchen Beschwerden führen, wenn das harmonische Zusammenspiel von Zähnen, Kiefergelenken und der (Kau-)Muskulatur gestört ist. So leiden Patienten unter Umständen jahrelang an unspezifischen Beschwerden wie etwa Schwindel, Ohren- oder Kopfschmerzen und suchen bei verschiedenen Ärzten Hilfe. Nach genauer Anpassung der zahntechnischen Versorgung bessern sich die Symptome, oft verschwinden die Beschwerden sogar ohne weitere Therapie.

Bio-Zahnersatz: Auf Qualität und Verarbeitung kommt es an

Auch Unverträglichkeiten gegen Materialien beim Zahnersatz können zu Problemen wie etwa Allergien führen. Die GZM empfiehlt daher einen Materialtest im Vorfeld der Behandlung durchzuführen und gegebenenfalls auf besonders körperverträglichen Bio-Zahnersatz auszuweichen. Denn gerade bei allergiegeplagten Menschen sind besonders mundbeständige Zahnersatz-Werkstoffe wichtig. Diese sind gegenüber Belastungen außerordentlich resistent. Entscheidendes Kriterium hierfür ist die Qualität des Dentalmaterials, sprich die Qualität des Rohmaterials, die höchstmögliche Materialreinheit wie auch die sorgsame Herstellung und Verarbeitung.

Ein Qualitätszeichen für mehr Sicherheit

„Patienten sollten nach Bio-Zahnersatz fragen, der entsprechend der Richtlinien der Internationalen Gesellschaft für Ganzheitliche ZahnMedizin (GZM) gefertigt wurde. Die GZM hat Standards aufgestellt, die Patienten Sicherheit, Transparenz und Verlässlichkeit bieten“, erläutert Dr. Koch. Erkennbares Signum der Qualität ist seit Neuestem das GZM-Qualitätszeichen. Dieses dürfen nur Labore und Zahnärzte führen, die eine genau festgelegte Qualifizierung der GZM durchlaufen haben und die nach deren Vorgaben arbeiten. Und die orientieren sich nach ganzheitlichen Kriterien.

Im Mittelpunkt steht der ganze Mensch

Denn für die Mitglieder der Internationalen Gesellschaft für Ganzheitliche ZahnMedizin ist bei der Diagnose nicht nur der Mundraum des Patienten wichtig, sondern der gesamte Organismus. Gerade bei Beschwerden unklarer Ursache sollten neben dem Allgemeinmediziner auch Fach- und Zahnärzte in das Therapiekonzept einbezogen werden, um die fehlenden Puzzleteile zusammenzutragen und damit einen wichtigen Beitrag zur Besserung zu leisten.

Vor allem ganzheitlich orientierte Zahnärzte haben sich mit den Zusammenhängen im gesamten Körper befasst und zusätzliches Wissen in anderen medizinischen Bereichen erworben. Dazu gehören beispielsweise Fortbildungen über Immunologie, Orthopädie oder Umweltmedizin „Schließlich tragen wir dem Patienten gegenüber eine große Verantwortung“, so Dr. Koch. Koch ist deshalb der Internationalen Gesellschaft für Ganzheitliche ZahnMedizin (GZM) beigetreten, arbeitet nach deren Richtlinien und ist damit qualifiziert, das Qualitätszeichen der GZM zu führen. Für die bundesweit über 1.200 Mitglieder der GZM ist es wichtig, sich regelmäßig auszutauschen, von den unterschiedlichen Erfahrungen zu profitieren und das eigenen Leistungsspektrum im Sinne der Patienten immer mehr auszuweiten. Nähere Informationen unter www.gzm.org

 

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